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Deutschland und Malta: Bilaterale Beziehungen

31.03.2022 - Artikel

Malta wurde im Jahr 1964 unabhängig; zwischen Deutschland und Malta bestehen seit 1965 diplomatische Beziehungen. Seit 1. Mai 2004 ist Malta EU-Mitglied.

Für Malta ist Deutschland einer der wichtigsten Wirtschafts- und Handelspartner, zurzeit sind dort  50-60 deutsche Unternehmen tätig. Deutsche Direktinvestitionen in Malta betrugen Ende 2019 22 Mrd. Euro. Den zahlenmäßig größten Anteil haben Finanzdienstleister, die meisten Arbeitsplätze stellen die produzierenden Betriebe, u.a. Playmobil, sowie technische Dienstleistungsunternehmen wie Lufthansa Technik.

Durch erhöhte Export- und Konsumaktivitäten verzeichnete Malta vor der Corona-Pandemie ein BIP-Wachstum von 5,9%; 2020 kam es zu einem Einbruch um -8,2%, 2021 wurden 5,9% Wachstum verzeichnet, für 2022 werden 6% prognostiziert. Der Aufschwung wurde wesentlich durch das umfangreiche Konjunkturpaket getragen.

Wichtigster Wirtschaftssektor ist der Bereich Dienstleistungen und hier vor allem Tourismus, Finanzwirtschaft, Onlineglücksspiele sowie Informations- und Kommunikationstechnologie.

Seit 1962 fördert der Deutsch-Maltesische Zirkel (DMZ) die kulturellen Beziehungen zwischen Malta und Deutschland. Er bietet Sprachkurse an und organisiert u.a. Ausstellungen, Filmvorführungen, Konzerte und nimmt somit die Aufgaben des auf Malta nicht vertretenen Goethe-Instituts wahr.

Zudem gibt es verschiedene Kooperationen der Universität Malta und des Malta College of Arts, Science and Technology mit deutschen Bildungseinrichtungen. Seit dem Wintersemester 2009/2010 besteht ein durch das Auswärtige Amt finanzierter deutscher Lehrstuhl zur Friedens- und Konfliktforschung im Mittelmeerraum an der Mittelmeerdiplomatenakademie (Mediterranean Academy of Diplomatic Studies) der Universität Malta

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