Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Familienangelegenheiten

Foto eines lachenden Babys

Foto eines lachenden Babys, © www.colourbox.com

01.12.2017 - Artikel

Allgemeine Hinweise

Informationen zu Eheschließungen / Lebenspartnerschaften, Geburt eines Kindes im Ausland, Sterbefällen mit Auslandsbezug und damit im Zusammenhang stehenden Fragen (z.B. Namensrecht) finden Sie hier.

Auslandsadoption

Das Bundesamt für Justiz nimmt die Funktion der Bundeszentralstelle für Auslandsadoption wahr. Hier finden Sie Antworten zu internationalen Adoptionen.

Eheschließung auf Malta

Sie möchten in Malta die Ehe schließen? - Bestimmt haben Sie Fragen zu den Voraussetzungen für die Eheschließung auf Malta. Ausführliche Information diesbezüglich finden Sie im Merkblatt Heirat auf Malta des Bundesverwaltungsamts (BVA).

Nach maltesischem Recht ist es möglich, Eheschließungen auch durch den Kapitän eines unter maltesischer Flagge registrierten Kreuzfahrtschiffes vornehmen zu lassen. So geschlossene Ehen werden von deutschen Standesämtern grundsätzlich anerkannt, sofern im Zeitpunkt der Eheschließung die sonstigen materiell-rechtlichen Eheschließungsvoraussetzungen (z. B. Ledigkeit, Mindestalter) für beide Partner nach ihrem jeweiligen Heimatrecht vorlagen und anschließend alle nach maltesischem Recht erforderlichen Formalitäten erledigt wurden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das für Fragen der Eheschließung in Malta oder auf unter maltesischer Flagge registrierten Kreuzfahrtschiffen zuständige und maßgebende Standesamt (Public Regstry Office) in Malta, an die Botschaft der Republik Malta in Berlin oder an das Kreuzfahrtunternehmen.

Familientrennung

Die wachsende Mobilität von Bürgerinnen und Bürgern innerhalb der Europäischen Union hat zu einer wachsenden Zahl von Familien mit internationaler Dimension geführt. Eine Familientrennung ist immer eine schwierige und schmerzhafte Angelegenheit, insbesondere wenn dies grenzüberschreitend geschieht.

Die Europäische Union hat daher eine Aufklärungskampagne rund um Fragen zum Sorge- und Umgangsrecht und Kindesentführung durch einen Elternteil gestartet. In dieser informiert sie betroffene Familien über die entsprechenden EU-Regelungen und fördert Einigungen im besten Interesse des Kindes.

Für beide Themenbereiche hat die Europäische Kommission ein Informationsblatt erstellt, die unter den folgenden Internetadressen abgerufen werden können:

Flugblatt zum Sorgerecht
Flugblatt zur Kindesentführung durch einen Elternteil

Vaterschaftsanerkennung

Mit Fragen zur Vaterschaftsanerkennung wenden Sie sich bitte schriftlich an die Botschaft.

Beurkundung der Geburt eines Deutschen im Ausland

Ist ein Deutscher im Ausland geboren, so kann der Personenstandsfall auf Antrag im Geburtenregister des zuständigen Standesamts beurkundet werden.

Das Antragsformular finden Sie hier. Bitte füllen Sie den Antrag am PC (nicht handschriftlich) so vollständig wie möglich aus und senden Sie ihn über die E-Mail-Adresse der Botschaft zu. Bei dieser Gelegenheit können auch andere Vorfragen, z. B. zu ggf. erforderlichen/gewünschten Namenserklärungen geklärt werden.

Beizufügende Nachweise und Unterlagen:

Die nachfolgende Aufzählung beruht auf Erfahrungswerten und ist nicht abschließend. Das zuständige Standesamt kann im Einzelfall die Vorlage weiterer Unterlagen verlangen:

  • ausländische Geburtsurkunde des Kindes
  • bei einem Kind von miteinander verheirateten Eltern:
    Geburtsurkunden der Eltern sowie Eheurkunde der Eltern
  • bei einem Kind von nicht miteinander verheirateten Eltern:
    Geburtsurkunde der Mutter, ggf. Nachweis der Anerkennung Vaterschaft und Geburtsurkunde des Vaters, ggf. Sorgeerklärungen
  • bei Eheauflösung der Ehe der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt:
    Sterbeurkunde oder rechtskräftiger Beschluss über die Todeserklärung bzw. Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk, ggf. Anerkennungsbescheid der Landesjustizverwaltung
  • Nachweis der Staatsangehörigkeit der Eltern und des Kindes (soweit vorhanden) (z. B. Reisepass oder Personalausweis)
  • Wohnsitznachweis der Ehegatten (in der Regel die maltesische Residence Card)

Nicht deutsch- oder nicht englischsprachige Unterlagen müssen von einer Übersetzung begleitet sein, die von einem gerichtlich vereidigten Übersetzer/einer gerichtlich vereidigten Übersetzerin gefertigt worden ist.

Von den vorgelegten Urkunden muss die Botschaft beglaubigte Kopien für das Standesamt in Deutschland fertigen. Die Beglaubigung ist gebührenpflichtig (28,- EUR). Beim Standesamt fallen noch eine generelle Bearbeitungsgebühr und zusätzliche Gebühren für eventuell gewünschte Geburtsurkunden an, die Sie auf Aufforderung später direkt dem Standesamt überweisen müssen.

Beurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe im Eheregister

Hat ein Deutscher im Ausland eine für den deutschen Rechtsbereich wirksame Ehe geschlossen, so kann die Eheschließung auf Antrag im deutschen Eheregister beurkundet werden.

Das Antragsformular finden Sie hier. Bitte füllen Sie den Antrag am PC (bitte nicht handschriftliche ausfüllen) so vollständig wie möglich aus und senden Sie ihn über die E-Mail-Adresse info@valletta.diplo.de der Botschaft zu. Bei dieser Gelegenheit können auch andere Vorfragen, z. B. zu ggf. erforderlichen/gewünschten Namenserklärungen geklärt werden.

Beizufügende Nachweise und Unterlagen:

Die nachfolgende Aufzählung beruht auf Erfahrungswerten und ist nicht abschließend. Das zuständige Standesamt kann im Einzelfall die Vorlage weiterer Unterlagen verlangen.

  • Nachweis der Eheschließung (in der Regel die Heiratsurkunde)
  • Nachweis der Staatsangehörigkeit Ehegatten (z. B. Reisepasses oder Personalausweis)
  • Nachweis zur Abstammung der Ehegatten: bei Geburt im Ausland durch eine Geburtsurkunde, bei Geburt in Deutschland durch einen aktuellen beglaubigten Ausdruck aus dem Geburtenregister
  • ggf. Nachweis zur Namensführung in der Ehe
  • sofern ein Ehegatte bereits einmal verheiratet oder verpartnert war: Eheurkunde bzw. Lebenspartnerschaftsurkunden aller Vorehen bzw. vorherigen Lebenspartnerschaften sowie Auflösungsnachweise aller Vorehen bzw. Lebenspartnerschaften (z. B. Sterbeurkunden oder Scheidungsurteile bzw. Urteil über die Auflösung der Lebenspartnerschaft mit Rechtskraftvermerk, ggf. Anerkennungsbescheid der Landesjustizverwaltung)
  • Wohnsitznachweis der Ehegatten (in der Regel die maltesische Residence Card)

Nicht deutsch- oder nicht englischsprachige Unterlagen müssen von einer Übersetzung begleitet sein, die von einem gerichtlich vereidigten Übersetzer/einer gerichtlich vereidigten Übersetzerin gefertigt worden ist. Ausländische Urkunden müssen ggf. legalisiert werden oder mit einer Apostille versehen sein.

Von den vorgelegten Urkunden muss die Botschaft beglaubigte Kopien für das Standesamt in Deutschland fertigen. Die Beglaubigung ist gebührenpflichtig (28,- EUR). Beim Standesamt fallen noch eine generelle Bearbeitungsgebühr und zusätzliche Gebühren für eventuell gewünschte Eheurkunden an, die Sie auf Aufforderung später direkt dem Standesamt überweisen müssen.

Beschaffung deutscher oder maltesischer Personenstandsurkunden

Die Botschaft stellt keine Personenstandsurkunden (Geburts-/Heirats-/Sterbeurkunden) aus. Zur Ausstellung sind ausschließlich die Standesämter befugt.

Personenstandsurkunden können Sie selbst und unmittelbar beim Standesamt beschaffen. Eine Mitwirkung der Botschaft ist weder vorgesehen noch erforderlich.

Ein Verzeichnis der deutschen Gemeinden und ihrer Standesämter finden Sie auf dem gemeinsamen Statistikportal des Bundes und der Länder;

Maltesische Personenstandsurkunden können Sie online auf der Internetseite des maltesischen Standesamts bestellen. Das Standesamt versendet Urkunden auch nach Deutschland. Falls Ihnen Pflichtangaben unbekannt sind, können Sie diese durch den Vermerk „unknown“ ersetzen. Das maltesische Standesamt prüft dann, ob die Anfrage trotzdem bearbeitet werden kann.

Legalisation / Apostille

Die seit 16.02.2019 geltende Verordnung (EU) 2016/1191  („EU-Apostille-Verordnung“) befreit bestimmte in einem EU-Mitgliedstaat ausgestellte öffentliche Urkunden (wie z. B. Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, notarielle Urkunden, Gerichtsurteile) bei Vorlage in einem anderen Mitgliedstaat von der Legalisation oder Apostille. Zudem kann die ausstellende Behörde der Urkunde ein mehrsprachiges Formular beifügen, das eine Übersetzung entbehrlich macht. Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Europäischen Justizportals

Terminbuchung

Buchen Sie bitte hier einen Termin für Anträge auf nachträgliche Beurkundung von Geburten und Eheschließungen beim deutschen Standesamt oder für Namenserklärungen oder sonstige personenstandsrechtliche Fälle. Sollten Sie die nachträgliche Registrierung der Geburt Ihres Kindes beantragen und alle namensrechtlichen Fragen geklärt sein, könnten Sie bei diesem Termin auch einen Kinderreisepass für Ihr Kind beantragen.

nach oben